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Vermittlung von Kultur und Verantwortung beim Projekt „Wir in Europa“

Im Rahmen der Projekttage an der OBS, vom 15.01.2020 bis zum 17.01.2020, führten die Klassen 8/1 und 9/1, begleitet von Französischlehrerin Madame Blanch, Sportlehrerin Frau Lippold sowie Geographie- und Sportlehrer Herrn Sbresny, ein Projekt zur Schaffung von Bewusstsein für die europäische Identität durch.

Nach einer Recherche zur Vielfalt der europäischen Staaten, ging es zusammen nach Berlin. Im dortigen Europäischen Haus, wurde eindrucksvoll vermittelt, wie in der EU Gesetze erlassen werden. In einem runden Sitzungssaal, der von seiner Form und Struktur sehr stark dem des Europäischen Parlaments in Straßburg nachempfunden ist, wurde ein Rollenspiel durchgeführt, bei dem unsere Schülerinnen und Schüler in die Haut von Parteiabgeordneten und Ratsmitgliedern schlüpfen durften. Den Parteiabgeordneten im Europäischen Parlament wurde ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Einführung von Warnhinweisen auf alkoholischen Getränken vorsieht. Nach einer Diskussionsphase der einzelnen Parteimitglieder kam es zu einer kurzen Debatte, bei der jede Partei ihren eigenen Standpunkt zum Gesetz vortrug. Anschließend wurde dieses im Ministerrat diskutiert, wobei man zum Entschluss kam, den Gesetzesvorschlag zu verwerfen. Was eigentlich ein Standardvorgang im Europäischen Parlament ist, wurde für die Schülerinnen und Schüler hier zu greifbarer Politik. Das Verständnis für den Aufbau und die Funktion eines gesetzgebenden Apparates wurde hier besser vermittelt als in jedem Schulbuch.

Anschließend ging es zum Holocaust-Mahnmal, das uns an das dunkle Kapitel des 2. Weltkriegs in Europa erinnern soll, durch welches der Gedanke an ein geeintes Europa erst aufgekommen ist. Gelungen ist die Darstellung des Grauens über die Anordnung unterschiedlich hoher und breiter, quaderförmiger Stelen, die auf unebenem Grund stehen. Tritt man zwischen ihnen hinein, wird es langsam kalt und dunkel. Die Lebendigkeit der Stadt tritt in den Hintergrund und ist irgendwann kaum noch zu hören, der unebene Boden verunsichert, Begegnungen mit anderen Menschen können erschrecken. In der Mitte des Mahnmals hat man das Gefühl, die Orientierung verloren zu haben, man sieht keinen Eingang und keinen Ausgang mehr. Das Gefühl für Zeit, Richtung und Entfernung ändert sich. Erst langsam zeigen sich beim Verlassen wieder Helligkeit und Geräusche. Es ist ein Versuch durch dieses Mahnmal zu vermitteln, wie sich Opfer in einem faschistischen Regime gefühlt haben müssen.

Abschließend kann festgehalten werden, dass das Bewusstsein für die Bedeutung eines demokratischen und friedlichen Europas, bei unserer Exkursion nach Berlin, alters- und vorkenntnisgerecht, vermittelt wurde.

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