>

Bericht zum Besuch im Altenpflegeheim „Freudenquell“

im Rahmen der Kooperation mit den Oberbarnimschulen und Gesprächsrunde mit Bewohnern und Schülerinnen & Schülern des Leistungskurses Gesundheit des Beruflichen Gymnasiums. Am Mittwoch, den 09.09.2020, besuchten wir, Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Gesundheit der Jahrgangsstufe 13 der Oberbarnimschulen, im Rahmen unserer Kooperation das Altenpflegeheim „Freudenquell“ in der Eberswalder Brunnenstraße.

Da sich der Gesundheitskurs aktuell mit den Themen „Altern und Alter“ beschäftigt, waren wir sehr gespannt darauf wie das theoretisch bereits besprochene Leben in einem Altenpflegeheim wirklich aussieht. Das „Freudenquell“ hat über 90 Betten, die fast immer ausgelastet sind. Der Bedarf an Pflegeplätzen ist groß.

Trotz der aktuellen Situation und personellen Herausforderungen konnte uns Herr Wernecke, der Leiter des Hauses, einen Einblick in den Alltag und den Tagesablauf der Bewohner ermöglichen. Wir hatten nicht nur die Möglichkeit uns die Ausstattung der Zimmer, einen Aufenthaltsraum und das Haus „Freudenquell“ an sich anzuschauen, sondern kamen auch mit einigen Bewohnern ins Gespräch.

Im Leistungskurs Gesundheit hatten wir uns zuvor gruppenweise Fragen überlegt, welche wir den Bewohnern nun stellen konnten.

Erstaunlicherweise hatten alle an den Gesprächsrunden beteiligten Bewohner Vertrauen zu uns und erzählten uns aus ihrem Alltag und ihrem Leben. Wir sprachen u.A. mit einem 80jährigen ehemaligen Melker aus Golzow oder auch einer ehemaligen Krankenschwester.

Viele Fragen wurden uns sehr kurz und beinahe gleichgültig beantwortet. Andere Bewohner machten unglaubwürdige Angaben zu ihrem Alter, Beruf oder der Dauer ihres Aufenthaltes im „Freudenquell“. Aufgrund der vielfältigen Krankheitsbilder und der z.T. dementen Bewohner verzichteten wir überwiegend auf Nachfragen und Kommentare zu den erhaltenen Antworten.

Beeindruckend war, dass die Bewohner angaben ihr Leben gelebt zu haben und dass sie es ebenso wiederholen würden. Dabei bezogen sich ebenso auf einen Schulabbruch nach der 8. Klasse, umfassende körperlich harte Arbeit, ein Leben ohne Reisen, lange Arbeitstage als auch auf die Zeit mit ihren Ehepartnern oder den Familien.

Unserer Jugend stehen einige Bewohner auch kritisch gegenüber, da ihnen das Verständnis für unsere Interessen fehle und ihr Alltag absolut verschieden gewesen sei.

Insgesamt wurden uns viele Fragen beantwortet und wir kamen mit einem umfassenden Eindruck zum Alltag im Altenpflegeheim zurück an die Oberbarnimschulen. Dass das Altern eine ganz andere Lebensphase ist und jede Generation ihre eigenen Interessen und Konflikte hat, bestätigte unser Besuch in einprägsamer Weise.

Mit den in den Gesprächsrunden erhaltenen Antworten, unseren Eindrücken und mithilfe der unterschiedlichen Gesprächspartner und Lebensgeschichten gestalteten wir im Unterricht eine lebhafte Diskussion. In dieser konnten wir nicht nur verschiedenste Wahrnehmungen unseres Besuches im „Freudenquell“ austauschen, sondern auch den Sinn des Lebens als zentrale Frage in den Mittelpunkt rücken. Insgesamt erhielten wir sehr individuelle aber durchaus neue Impulse rund um die Themen Altern, Altenpflege und Lebensgestaltung.

Béla, Tobias und Paul aus dem Leistungskurs Gesundheit der Klasse 13 des Beruflichen Gymnasiums mit Frau Manthey als Kursleiterin.

Fotos: © Stefanie Manthey/ Oberbarnimschulen

Schulzeitung

observation

Schulerweiterungsbau

Logo SP2

Aktuelle Seite: > > Bericht zum Besuch im Altenpflegeheim „Freudenquell“
Zum Seitenanfang