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Ein Stück Normalität kehrt zurück – Unsere Abiturjahrgänge erhalten ihre Zeugnisse

Aus gutem Grund sind Großveranstaltungen in Brandenburg weiterhin untersagt. Selbst kleinere Gruppen von Menschen in einem geschlossenen Raum stellen ein Risiko dar, denn die fehlende Luftdurchmischung begünstigt die Verbreitung von schwebenden Viren immens.

Eine traditionelle Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe für die Jahrgangsstufen 10/Oberschule, 12/Jugendakademie und 13/Berufliches Gymnasium im Haus Schwärzetal, konnte an den Oberbarnimschulen in diesem Jahr deshalb nicht stattfinden. Aber wer sagt denn, dass Zeugnisse nicht auch im Freien übergeben werden können?

Bei herrlichem Sommerwetter mit strahlendem Sonnenschein, wurden am Montag, den 22.06.2020, die Zeugnisse an unsere Abiturienten aus der Jugendakademie und dem Beruflichen Gymnasium überreicht. Der vergrößerte und begraste Schulhof bot Schülern, Eltern und Lehrern ausreichend Sicherheitsabstand, um auch während der Coronakrise eine niveauvolle Abiturfeier zu erleben.

Diese begann mit einer musikalischen Performance der Geschwister Naemi und Simeon Metzke und einer anschließenden Rede der Campusschulleiterin Annett Drechsler, die einerseits die Leistungen der Abiturienten würdigte, andererseits aber auch nachdenkliche Worte über die Herausforderungen fand, vor denen die heutige Generation der Schulabgänger steht. Denn neben der aktuellen Situation sind die gesellschaftliche Spaltung, zunehmende Verrohung und digitale Gefahren nur einige der Probleme, für die Lösungen gefunden werden müssen.

Anschließend wurde das Lied „Reise“ gespielt, welches von Musiklehrer Marco Flöther für Abschlussjahrgänge selbst komponiert und produziert wurde. Es thematisierte die Gefühle und Erlebnisse einer Reise, auf die jeder Abiturient nun gehen wird und regte auch ältere Jahrgänge zur Reflektion an.

Es folgten Reden von Grit Penzler (Schulleiterin der Jugendakademie), Stefanie Manthey (Oberstufenkoordinatorin, Tutorin) und Jörg Dittberner (Tutor).

Grit Penzler setzte dort an, wo Annett Drechsler aufgehört hatte, nämlich bei den Herausforderungen, denen sich der aktuelle Jahrgang der Abiturientinnen stellen muss. Sie betonte die Wichtigkeit eines problemorientierten und kompetenzvermittelnden Unterrichts, der besonders in der Oberstufe der Oberbarnimschulen einen hohen Stellenwert hat. Sie sprach von ihrer Hoffnung auf eine Generation mit der Fähigkeit, Problemen lösungsorientiert zu begegnen.

Stefanie Manthey erzählte von ihrer persönlichen Erfahrung mit ihrem zu betreuenden Jahrgang und den vielen schönen Erlebnissen die sie mit ihm hatte. Ob es nun Kursfahrten, Laborexperimente oder Ausflüge waren, für sie stand stets die Freude an der Entwicklung junger Individuen im Mittelpunkt.

Jörg Dittberner erklärte anschießend schonungslos ehrlich, wie er mit seinem Vorhaben scheiterte, aus einem Jahrgang eine homogene Gruppe zu formen. Er entdeckte dabei die enorme Individualität der jungen Generation und sah in dieser letztendlich die Chance, die Welt positiv zu verändern.

Last but not least kam eine junge Dame zu Wort, die mit einer Abiturnote von 1,2 eine beeindruckende Leistung gezeigt hat: Anna Weidner, welche zusammen mit Lucie Müller eine Rede über das Auf und Ab der Abiturzeit hielt, zeigte mit ihren selbstbewussten Auftreten, dass das Abitur zurecht auch „Reifeprüfung“ genannt wird.

Nach dem Überreichen der Abiturzeugnisse wurde es traditionell. Die Abiturienten erhielten Luftballons in den Farben der OBS und ließen diese unter freiem Himmel steigen. Jeder losgelassene Ballon steht dabei für den Start in ein freies und individuelles Leben, für das wir allen Abiturienten nur das Beste wünschen. Wir freuen uns aber auch darauf, euch auf unseren zahlreichen zukünftigen Festen und Veranstaltungen als Gäste wiedersehen zu dürfen. Und wenn ihr nicht wisst, was ihr studieren sollt, möchten wir dezent darauf hinweisen, dass derzeit ein großer Lehrermangel besteht.

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