Zusammen mit Frau Manthey, Herrn Grützner und Frau Krieg machten wir, die 11 BG, uns auf den Weg nach Altefähr. Die Hinfahrt war ganz schön anstrengend: Der Zug war sehr voll, und wir mussten lange stehen. Trotzdem kamen am Ende alle gut an.

Nach einem etwa 2,5 Kilometer langen Fußweg vom Bahnhof zur Unterkunft meinte Frau Krieg, sie kenne eine Abkürzung, die sie früher schon einmal gegangen war. Den hohen Wasserstand hatte sie dabei allerdings nicht bedacht. Einige von uns kamen deshalb nicht ganz trockenen Fußes an. So schlimm war es aber nicht - es war ja nur Wasser! Und jedes Mal, wenn Frau Krieg später sagte, sie kenne eine Abkürzung, kam von uns nur noch ein entschiedenes: „Nein!“ In der Unterkunft gab es gleich etwas zu bestaunen: In den Zimmern standen Dreierstockbetten. Damit hatten wir nicht gerechnet - wir staunten nicht schlecht über den ungewohnten Anblick.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen unseres Ausflugs nach Hiddensee. Schon die Busfahrt nach Stralsund sorgte für Verwirrung: An der Haltestelle Schiffsschraube stiegen wir aus, weil wir dachten, der Bus fahre nicht weiter. Doch er wechselte nur seine Liniennummer und fuhr weiter. Wir liefen zur nächsten Haltestelle, holten ihn nach etwa 200 Metern wieder ein und stiegen erneut ein - darüber mussten wir lachen. Anschließend ging es mit der Fähre weiter. Die Überfahrt dauerte jeweils etwa zweieinhalb Stunden. Wir spielten Karten und genossen die frische Seeluft. Auf Hiddensee spazierten wir am Strand, sammelten Muscheln und verbrachten Zeit an der Ostsee. Henrik hatte an diesem Tag Geburtstag – möglicherweise war es etwas Besonderes für ihn, diesen Tag auf Hiddensee zu verbringen.

Zur Wochenmitte probierte ein Teil der Klasse bei einem Windsurf-Schnupperkurs etwas Neues aus. Für alle war es das erste Mal, und anfangs war es gar nicht so leicht. Nach einigen schwierigen Versuchen klappte es aber immer besser. Am Ende waren alle begeistert - auch Frau Manthey hatte mitgemacht. Die anderen verbrachten die Zeit beim Shoppen in Stralsund. Den Tag ließen wir gemeinsam am Strand am Lagerfeuer ausklingen: Wir aßen Stockbrot, sangen zur Musik, redeten und lachten. Auch der Blick vom Strand in Altefähr auf Stralsund bleibt uns in Erinnerung. Bei Tageslicht war das Panorama schon beeindruckend und als es dunkel wurde und die Lichter der Stadt zu leuchten begannen, wirkte es noch einmal ganz besonders schön.

Am Donnerstag standen das Ozeaneum und das Meeresmuseum in Stralsund auf dem Programm. Die riesigen, beleuchteten Aquarien waren beeindruckend. Besonders spannend war es, die Quallen und die außergewöhnlichen Fische zu beobachten. Beim Abendessen gab es eine unerwartete Wendung: Das für uns gelieferte Essen war umgekippt und konnte nicht mehr gegessen werden. Während wir auf die Pizza warteten, die von der Geschäftsführung der Segelschule dann stattdessen bestellt worden war, führten wir unsere Klassensprecherwahl durch. Dazu befragten wir auch Max, der krankheitsbedingt nicht mitfahren konnte. Lucy und Henrik gewannen die Wahl. Später hörten wir gemeinsam am Strand Musik und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Unser Berufliches Gymnasium nimmt an der Walk15-Challenge „Schulen in Bewegung“ teil. Während der Kennenlernfahrt entwickelte sich auch unter uns 13 Teilnehmenden ein kleiner Wettkampf: Wir verglichen unsere Schrittzahlen und spornten uns gegenseitig an. Obwohl wir ohnehin schon viel unterwegs waren, kamen dadurch noch einige Extraschritte dazu. Von Montag bis Freitagfrüh legten wir insgesamt 893.616 Schritte zurück. Unser bewegungsreichster Tag war der Mittwoch.

Zum Abschluss packten wir am Freitagvormittag unsere Sachen und gingen noch einmal an den Strand. Dann hieß es Abschied nehmen und die Rückreise antreten. Besonders schön war die unmittelbare Nähe zum Strand: Wir konnten jederzeit ans Wasser gehen und den Blick auf Stralsund genießen. Während der Fahrt waren wir auf zwei Inseln unterwegs – auf Rügen, Deutschlands größter Insel, und auf Hiddensee. Der Surfkurs, die Museumsbesuche, das Lagerfeuer und natürlich die berühmte Abkürzung machten die Kennenlernfahrt zu einer erlebnisreichen Woche, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden.
Dieser Bericht wurde in Gemeinschaft geschrieben: Nele Jahnke, Clarissa Fürst, Lucy Kroll, Lina Schulmeister, Lilly Kirschke, Finn Lanowski, Henrik Blankenburg, Lena Wizner, Gustav Möwisch, Lara Hartmann, Andrea Krieg
Collagen (5): Frau Krieg