Fabian berichtet aus seinem Schülerpraktikum im Automobilgewerbe

Heranwachsende stehen in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz, da ihnen regelmäßig noch die charakterliche Reife und Lebenserfahrung eines Erwachsenen fehlen. Die Schule soll einerseits auf das spätere Leben vorbereiten und mündige Individuen erschaffen, andererseits aber auch eine pädagogische Abschirmung gegenüber schädlichen Faktoren der Außenwelt gewährleisten. Letzteres führt allerdings auch immer dazu, dass Kinder und Jugendliche eine Entkopplung von der Gesellschaft erleben, die sie gleichzeitig als zukünftige Generation betrachtet. Um dieses Paradox aufzulösen, werden an den Oberbarnimschulen in der Jahrgangsstufe 9, Praktika durchgeführt, die Schülerinnen und Schülern einen realistischen Blick in die Arbeitswelt vermitteln sollen. Ziel ist es, den gewohnten pädagogischen Schutzraum Schule zu verlassen und über 2 Wochen außerhalb der Komfortzone Erfahrungen zu sammeln.

Einer unserer Schülerpraktikanten ist Fabian Quahl (9a). Er absolviert gerade die letzten Tage seines Praktikums bei Autowelt Barnim, einem Autohaus in Finowfurt. Während der zurückliegenden Tage hat er einen umfassenden Einblick in das Geschäftsfeld Autohandel bekommen:

„Wenn wir beispielsweise ein neues Automodell zum Verkauf bekommen, erhalten wir von Renault eine Datei mit allen wichtigen Informationen. Diese sind die Grundlage für ein erfolgreiches Kundengespräch. Wir müssen über technische Neuheiten informiert sein, Fragen souverän beantworten können und Hinweise geben, die dem Kundenprofil entsprechen. Nur so gelingt der Weg zu einer erfolgreichen Kaufentscheidung. Das ist aber nur der Anfang. Es geht weiter mit der Finanzierung und der Auslieferung. Zuletzt ist eine Kundenbindung wichtig. Dafür müssen Service und auch das Persönliche stimmen.

Für mich war das Praktikum eine Bestätigung für den Weg, den ich nach meiner Schullaufbahn einschlagen möchte. Ich habe mich schon immer für Autos interessiert, jedoch mehr für die neuen Modelle und die moderne Technik, als für die Reparaturarbeiten in der Werkstatt. Deshalb habe ich nicht, wie manche aus der Klasse, in den Beruf des Mechatronikers hereingeschnuppert, sondern habe mir bewusst den Verkaufsraum und das Büro als Arbeitsbereiche ausgesucht.“

Wir wünschen Fabian und allen restlichen Praktikantinnen und Praktikanten, noch lehrreiche Tage, bis wir sie wieder bei uns im Klassenraum begrüßen dürfen.

Bericht und Fotos (4): Herr Sbresny

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Schulerweiterungsbau

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