
Vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 fand an den Oberbarnimschulen die Projektwoche unter dem Motto „Respekt und Toleranz: OBS bewegt - Gemeinsam für Eberswalde" statt. Die Schülerinnen und Schüler der 7., 8. und 10. Klassen arbeiteten in 13 Projektgruppen mit jeweils etwa 12 bis 15 Teilnehmenden und einem begleitenden Lehrerteam. Im Mittelpunkt standen soziales Engagement, gelebte Verantwortung sowie die Auseinandersetzung mit den Themen Respekt und Toleranz in Eberswalde und der Region.
Ziele der Projektwoche waren die Förderung sozialen Engagements durch praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Einrichtungen, die Stärkung der Identifikation mit dem Standort Eberswalde sowie die Begegnung mit Menschen verschiedener Alters- und Personengruppen. Die Projektgruppen setzten sich auf vielfältige Weise mit diesen Zielen auseinander. Einige Schülerinnen und Schüler engagierten sich in sozialen Einrichtungen, unter anderem im Altenheim, wo sie bei der Gartenpflege halfen und Zeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern verbrachten. Andere erhielten Einblicke in soziale Berufe, besuchten eine Ergotherapie, ein Hospiz sowie die JohanniterKinderakademie und sammelten dort praktische Erfahrungen.
Mehrere Gruppen engagierten sich für Umwelt- und Naturschutz. So wurden Müllsammelaktionen an verschiedenen Orten in Eberswalde durchgeführt, unter anderem rund um die Maria-Magdalenen-Kirche, den Weidendamm, am Finowkanal, auf dem Schulgelände und auf dem Weg zum Krankenhaus. Gleichzeitig beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Fast Fashion, Müllvermeidung und Recycling. Im Schulgarten wurden Beete erneuert, Blumen gepflanzt, der Kornpostbereich überarbeitet und ein Insektenhotel gebaut. Weitere Gruppen setzten sich mit dem Artenschutz im Zoo Eberswalde auseinander oder pflegten die Stolpersteine in der Stadt und beschäftigten sich mit den dahinterstehenden Lebensgeschichten.
Auch das Wohl von Tieren spielte eine wichtige Rolle. Eine Projektgruppe sammelte Spenden für die Eberswalder Straßenkatzen und übergab Futterspenden an die Organisation. Eine weitere Gruppe stellte eine Futterbox für ein Tierheim zusammen, übergab diese persönlich, lernte die Hunde vor Ort kennen und konnte zusätzlich einen Spendenscheck über mehr als 200 Euro überreichen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Demokratiebildung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und interkulturellem Lernen. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der polnischen Sprache und Kultur, besuchte das Pilecki-lnstitut in Berlin und entwickelte eigene Ideen für internationale Begegnungen. Andere Gruppen setzten sich mit gewaltfreier Kommunikation, Mobbing, einem respektvollen Schulalltag sowie der Frage auseinander, wie Schule gemeinsam gestaltet werden kann.
Kreativ wurde ebenfalls gearbeitet: In einem Filmprojekt entstanden Szenen zum Thema „Früher und heute", die Veränderungen im gesellschaftlichen Miteinander aufgriffen. Das Theaterprojekt "Ist das noch okay?" entwickelte eigenständig ein Bühnenstück zum Thema Diskriminierung im Schulalltag, von der Ideenfindung über das Schreiben der Szenen bis hin zur Regie und Aufführung. Darüber hinaus besuchte eine Projektgruppe eine Theateraufführung zum Thema gesellschaftlicher Erwartungen an junge Menschen und setzte sich anschließend intensiv mit den dargestellten Inhalten auseinander.
Den Abschluss der Projektwoche bildete am Freitag eine Ausstellung, bei der al le Projektgruppen ihre Ergebnisse präsentierten. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte konnten sich einen umfassenden Eindruck von den vielfältigen Projekten und dem großen Engagement der Beteiligten verschaffen.
Ein großer Dank gilt dem Förderverein Freunde und Förderer der Oberbarnimschule e.V., der die Projektgruppen finanziell unterstützte und damit unter anderem die Anschaffung von Materialien sowie die Umsetzung zahlreicher Projekte ermöglichte. Durch diese Unterstützung konnten viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und die Projektwoche erfolgreich gestaltet werden.
Bericht und Fotos: Frau Marx