„OBS bewegt“: Eine Woche im Zeichen von Respekt, Gesundheit und Teilhabe für die 11. Klasse

Unter dem Motto „Respekt und Toleranz: OBS bewegt – Gemeinsam für Eberswalde“ erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums der Oberbarnimschulen eine außergewöhnliche Projektwoche.

Ziel war es, über den Tellerrand hinauszuschauen und Gesundheit als ganzheitliches Konzept zu begreifen – von der frühkindlichen Entwicklung bis hin zur würdevollen Begleitung am Lebensende.

Praxisnahe Einblicke in helfende Berufe

Der Auftakt am Montag stand im Zeichen der Ergotherapie. Frau Britta Grill, Leiterin der Schule für Ergotherapie „Regine Hildebrandt“ in Angermünde, demonstrierte eindrucksvoll, wie Menschen durch gezieltes Feinmotorik-Training und adaptive Hilfsmittel ihre Selbstständigkeit im Alltag zurückgewinnen können. Die Schüler erprobten praktische Übungen wie das Steckbrett und lernten die Bedeutung der neuronalen Plastizität für die Rehabilitation kennen.

Am Dienstag führte der Weg in das Hospiz des Evangelischen Vereins „Auf dem Drachenkopf“ e.V. in Eberswalde. Dieser Besuch war für viele die emotionalste Erfahrung der Woche. Während im Vorfeld oft Unsicherheit und die Sorge vor Leid dominierten, wandelte sich das Bild vor Ort: Die Jugendlichen erlebten das Hospiz als einen Ort der Menschlichkeit, Wärme und Würde. Besonders das Wissen über die professionelle Begleitung in den verschiedenen Sterbephasen stieß auf großes Interesse und förderte den Respekt vor diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld.

Engagement für die Region

Am Mittwoch wurde Gelerntes praktisch angewendet: Die Schüler unterstützten das Forscherfest „Körper“ der Johanniter-Kinderakademie Eberswalde. Mit kreativen Angeboten wie einem Organ-Puzzle, einem Muskel-Memory und interaktiven Übungen zur Anatomie am Smartboard begeisterten sie die Grundschulkinder für gesundheitliche Themen und bewiesen bei der Unterstützung der Pädagoginnen und Pädagogen ihr soziales Engagement direkt vor Ort.

Komplexe Themen digital aufbereitet

Der Donnerstag stand im Zeichen moderner Wissensvermittlung: Mit dem KI-Tool NotebookLM bereiteten die Schülergruppen ihre Ergebnisse zu fünf zentralen Themenfeldern digital auf. Dabei entstanden informative Berichte und Video-Präsentationen zu folgenden Schwerpunkten. Darüber hinaus entstand eine Zusammenfassung der Projektwoche im Video-Format.

  • Armut und soziale Wohlfahrt: Eine Analyse der wachsenden Armutsgefährdung in Brandenburg und der unverzichtbaren Rolle der regionalen Tafeln als soziale Infrastruktur.
  • Sport und Pubertät: Eine Untersuchung, wie lokale Vereine wie der FV Preussen Eberswalde oder der BV Eberswalde 99 Jugendlichen helfen, durch die hormonellen und emotionalen „Stürme“ der Pubertät zu navigieren.
  • Hitzeschutz an Schulen: Die Erarbeitung von Strategien zur Klimaanpassung im Schulalltag, um Gesundheit und Konzentrationsfähigkeit auch bei steigenden Temperaturen zu schützen.
  • Ergotherapie und Palliative Pflege: Vertiefende Darstellungen der Fachinhalte aus den Exkursionen der ersten Wochentage.
  • Therapeuthisches Reiten: Umgang mit Pferden für beeinträchtigte Menschen im Kreis Barnim.

Ein Fazit für die Zukunft

Die Projektwoche endete am Freitag mit einer gemeinsamen Auswertung. Das Fazit der Teilnehmenden war eindeutig: Gesundheit umfasst weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit – sie bedeutet soziale Teilhabe, psychische Stabilität und ein würdevolles Miteinander. Durch die Verbindung aus praktischen Erfahrungen in Eberswalde und der Arbeit mit innovativen digitalen Werkzeugen konnten die Schüler Kompetenzen erwerben, die weit über den klassischen Unterricht hinausgehen.

„OBS bewegt“ war nicht nur ein Motto, sondern ein gelebtes Programm für eine engagierte und gesundheitsbewusste Schulgemeinschaft.

KI, Hr. Simon & die SuS der 11BG


In der Projektwoche „Respekt & Toleranz“ engagieren sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums für eine aktive Teilhabe

Unter dem Thema „Respekt & Toleranz: OBS bewegt – Gemeinsam für Eberswalde“ erarbeiteten wir, die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurs Gesundheit der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums, in der Projektwoche der Oberbarnimschulen die Möglichkeiten für eine aktive Teilhabe:

Am Montag, den 29.06.2026, starteten wir Schülerinnen und Schüler dabei mit dem Workshop „Ergotherapie – mehr als Basteln: Engagement für aktive Teilhabe!“. Dabei präsentierte Britta Grill, die Schulleiterin der Schule für Ergotherapie „Regine Hildebrandt“ in Angermünde selbige sowie die Ausbildungsinhalte und Unterschiede zur Physiotherapie. An einem Patientenbeispiel zu Herrn Ergo konnten wir uns mit konkreten Behandlungszielen, Prognosen und Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen. Wir lernten dabei auch Hilfsmittel der Ergotherapie kennen, die den Patienten eine aktive Teilhabe im Alltag ermöglichen sollen oder Kompetenzen aktiv schulen können. Ein Foto zeigt beispielhaft dafür ein „Einhand-Brett“, in welches ein Brötchen zum Aufschneiden eingeklemmt und zum Schmieren festgesteckt werden kann, um dem Patienten diese Tätigkeiten selbstständig zu ermöglichen.

Am Dienstag erlebten wir das Engagement von Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen im Rahmen der Hospizarbeit unter dem Thema „Ein Leben in Würde bis zuletzt!“. Wir besuchten dazu das Hospiz des Evangelischen Vereins „Auf dem Drachenkopf“ e.V. und erfuhren mehr über die Arbeit des Vereins, dessen Bereiche und Mitarbeitende. In einem Workshop wurde uns die Hospiz- und Palliativarbeit erklärt, wir thematisierten Sterbephasen und die Abhängigkeit Sterbender. Durch mehrere Partner-, Gruppen- und Assoziationsübungen erlebten wir, dass Sterben auch positive Gefühle beinhaltet und im Hospiz durchaus gelacht wird.

Ein Rundgang durch die Verwaltung und das Hospiz selbst gab uns zudem die Möglichkeit Fragen zu stellen und unsere Befürchtungen abzulegen. Insgesamt waren wir beeindruckt von der Offenheit der Mitarbeitenden, der Herzlichkeit in den Räumlichkeiten und der durchweg positiven Stimmung, welche uns den gesamten Tag begleitete.

Bereits am Montag und Dienstag hatten wir die Nachmittage jeweils zur Vorbereitung unseres Projektes für Mittwoch genutzt:

Im Rahmen des Forscherfestes „Körper“ der Johanniter-Kinderakademie Eberswalde durften wir Angebote für die jüngeren Schülerinnen und Schüler unterbreiten. Durch unseren Leistungskurs Gesundheit und das Fach Pädagogik fiel uns das Erarbeiten der Angebote und deren Vorbereitung nicht schwer. Recht schnell hatten wir uns auf ein Organe- und ein Körperteile-Puzzle für die Kleineren und ein Muskel-Memory mit sportlicher Aktivität zur Wahrnehmung der eigenen Muskulatur für die älteren Schülerinnen und Schüler geeinigt. Zudem unterstützten wir die Pädagoginnen und Pädagogen der Kinderakademie bei den Vorbereitungen zum Forscherfest, indem wir z.B. Bänke und Tische aufstellten oder mit Luftballons für Dekoration sorgten.

Anschließend boten wir für zwei Stunden unsere Angebote an oder unterstützten bei der Anleitung der Kinder z.B. im Garten der Sinne oder im Forscherhaus.

Der Bewegungsdrang und die Neugier der Kinder waren für uns durchaus herausfordernd, gleichzeitig wurden unsere Angebote gut angenommen und mit Spaß und Motivation erforscht.

Die von unserem Förderverein „Freunde und Förderer der Oberbarnimschulen e.V.“ gesponserten Gummibärchen und motivierenden Sticker für die Forscherhefte kamen bei den Schülerinnen und Schülern der Kinderakademie besonders gut an und waren eine verdiente Belohnung nach erfolgreichem Lösen unserer Angebote.

Zusammenfassend war unser Engagement beim Forscherfest nicht nur großer Spaß für die Schülerinnen und Schüler der Kinderakademie, sondern eine gute Möglichkeit für uns die ersten erlernten pädagogischen Ansätze und gesundheitlichen Fachinhalte kombiniert auszuprobieren.

Mithilfe von NotebookLM und Herrn Simon reflektierten wir am Donnerstag und Freitag unsere Projekte, werteten diese aus und erstellten verschiedene Arbeitsergebnisse zur Präsentation sowie für den Abschluss der Projektwoche.

Bericht und Fotos (6): Stefanie Manthey mit den SuS der Klasse 11BG

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