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„Was für ein Theater“

dachten sich einige Schüler aus den beiden 10. Klassen der Oberschule als ihr Lehrer für Soziales und bürgerschaftliches Engagement, Herr Heino Gluth, ihnen am Montag mitteilte, wohin die Reise gehen wird und zwar in die Altenpflegeeinrichtung Haus Freudenquell.

Allerdings nicht, wie vielleicht erwartet, um eine Theateraufführung zu sehen, sondern selbst ein Stück aufzuführen.

Es war in vielen Dingen eine neue Welt für die Schüler. So hatten sie nur 3 Tage Zeit dieses Stück zu erproben und es sollte auch nicht vor vertrauten Personen oder im Klassenverband aufgeführt, sondern eben vor fremden Menschen, in einer fremden Umgebung, dargeboten werden.

Der Grundgedanke hinter diesem Theaterstück war Generationenzusammenfügung. Herr Wernicke, Leiter des Hauses Freudenquell, hatte diesen Begriff zuvor geprägt, aber es sollte noch mehr sein als das. Nach dieser langen Zeit der kulturellen Vakanz wollten wir als Theatergruppe den älteren Menschen ein wenig Abwechslung schenken, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Denn Humor, so sagte bereits Erich Kästner, sei der Regenschirm der Weisen.

Bei herrlichem Sonnenschein und unter freiem Himmel durften die Schüler, vor ca. 30 Gästen mit deren Betreuerinnen und Betreuern, ihr Können zur Schau stellen. Was mich als deren Lehrer stolz machte und beeindruckte; in der letzten Schulwoche waren die Zensuren längst vergeben, eine gute Note für dieses Projekt zu ernten, war daher ausgeschlossen.

Aus ihrem eigenen sozialbürgerlichen Engagement haben diese Jungs, die durchaus als „Rabauken“ bekannt sind und ihr scheinbares Interesse nur der Simson gilt, ihr Bestes gegeben. Ohne sich zu drücken, plötzlich krank zu werden, den Weg zur Schule nicht zu finden, sind die Schüler über sich hinausgewachsen. Herzog Kevin mit dem Holzschwert, Glen als Königin mit König Edgar an der Seite, für den von Franz noch fix eine Krone gebastelt wurde, um einige Beispiele zu nennen.

Jungs, ich danke euch! Ich wusste was ich euch zutrauen, aber auch vertrauen kann. Ferner bestärkt mich der Einsatz unserer Schüler, dass dies nicht der einzige Auftritt im Haus Freudenquell gewesen sein soll. Im nächsten Schuljahr, mit der nächsten Klasse, werden wir uns wiedersehen, waren die Abschiedsworte vom Leiter der Theatergruppe Heino Gluth.

Heino Gluth
Fachlehrer für Religion



Fotos: Grit Penzler, Heino Gluth

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